Empfehlungen für Unterkünfte in Italien

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1999 wurde der Nationalpark Cinque Terre gegründet, und dessen Chef Franco Bonanini hatte die zukunftsweisende Idee, brachliegendes Weinland für 20 Jahre zu verpachten – an alle Liebhaber der „fünf Ländchen“. Der engagierte Reisende mit Standorttreue mag so zum Paten werden an seiner Wahlheimat und kann sich seinen Traum vom eigenen Weinberg im Süden erfüllen.

Der Pächter verpflichtet sich, seinen Grund biologisch zu bebauen und das umgrenzende Mauerwerk zu pflegen und soll damit natürlich vor allem die Einheimischen betrauen, damit diese nicht restlos abwandern bzw. nur noch im Gastgewerbe das bequemere Einkommen suchen und den Bezug zum Boden ganz verlieren. Kommt der ganze Berg erst ins Rutschen, wird die übrig bleibende Mondlandschaft auch keine Touristen mehr halten können.
Letzterer schrieb im Juni 1822: ”I still inhabit this divine bay/reading dramas and sailing and listening/the most enchanting music.” („Noch wohne ich in dieser göttlichen Bucht/Stücke lesend und segelnd und hörend/die zauberhafteste Musik.”)

Im Juli stach Shelley nach einem Besuch bei Byron in Pisa mit der „Ariel“ von Livorno aus in See, segelte in ein Unwetter und ertrank im Ligurischen Meer – für einen Romantiker ein Ende wie im eigenen Roman. „Cinque Terre sehen und sterben“ sollte freilich so wenig Schule machen wie der Untergang all der vielen kleinen Kultur-Nischen des guten alten Abendlandes, das in absehbarer Zukunft – geschrumpft an Macht und Menschen – vielleicht wirklich überleben wird nur als Mega-Museum für Touristen aus Amerika und Asien. Bevor es nun so schunkelschön wird wie in Rüdesheim oder Rothenburg, sollte man die Cinque Terre sehen und erleben – vielleicht bei einem Glas Vino aus eigener Ernte.

Besondere Reiseziele

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